ein Tummelplatz für Kühe und Kosmopoliten Reise Berliner Morgenpost Berlin
Nun muss man nicht denken, dass die liebliche Landschaft um Gstaad mit protzigen Villen zugeklotzt sei. Als sei das Beispiel des kitschig-monströsen „Palace“ Mahnung genug, hat man in Gstaad nämlich schon lange beschlossen, alle Bauten der althergebrachten Chalet-Architektur zu unterwerfen und selbst die Grundfläche der Häuser streng auf übliches Maß zu begrenzen. Das führt dazu, dass es unter den Ferienhäusern der Reichen zig Stockwerke tief in die Erde geht oder mehrere Chalets durch Tunnels verbunden werden. Nur so lässt sich erklären, dass manche der scheinbar bescheiden-rustikal wirkenden Zweitwohnsitze vierzig Millionen Franken verschlungen haben.

